Nachhaltigkeit im genossenschaftlichen Firmenkundengeschäft

Nach der Digitalisierung wird die Transformation in eine nachhaltige Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung die Strategien und Handlungspläne in den Unternehmen in den nächsten Dekaden massiv prägen. Den begleitenden (Haus-)Banken kommt dabei eine wichtige Rolle zu. Nicht nur, weil die aufsichtsrechtlichen Akteure die Banken in eine exponierte Position bringen. Es wird auch die teilweise unabhängig davon stattfindende gesellschaftliche Strömung die Unternehmen dahin drängen, sich intensiv und substanziell mit der Frage der eigenen Nachhaltigkeit auseinanderzusetzen. Im Zuge dessen werden die (Haus-)Banken als Lieferanten von Finanzdienstleistungen und Finanzierer mit in den Fokus der Entscheider rücken. Neben der Frage danach, was die Hausbank für einen Kredit benötigt, wird auch die Frage stehen, welche Bank kann ein Unternehmen zielsetzungsgerecht begleiten.

Vor diesem Hintergrund haben wir uns von der BMS Corporate Solutions auf den Weg gemacht, zu verstehen, wo die Volksbanken Raiffeisenbanken gegenwärtig stehen. Schritte auf diesem Weg waren eine Online-Umfrage, die wir an 400 Ansprechpartner adressiert haben, und Workshops zur vertiefenden Analyse. Ziel für uns war, abzuleiten, welche Unterstützungen wir als IT-Entwickler und Berater für das genossenschaftliche Firmenkundengeschäft bieten können und sollen.

Fachlich kompetente Begleitung haben wir von den Kolleginnen von UNO INO erhalten, die seit Gründung der eigenen Genossenschaft intensiv mittelständische Unternehmen bei strategischen, methodischen und kommunikativen Fragen zum Thema Nachhaltigkeit begleiten.

Als wesentliches Ergebnis halten wir fest, dass die Volksbanken Raiffeisenbanken im Firmenkundengeschäft noch eher am Anfang stehen. Einzelne Maßnahmen der Umsetzung sind zu beobachten. In sich geschlossene und ganzheitliche Handlungspläne oder umgesetzte Methoden gibt es noch nicht. Dies begründet sich auch damit, dass die Dringlichkeit zur Auseinandersetzung noch nicht gegenwärtig ist und dass es noch an klaren Leitplanken fehlt, was zu tun ist. Gleichwohl erkennen die Studienteilnehmer klare Chancen im Thema Nachhaltigkeit. Dies wird insbesondere damit verbunden, dass der Rechtsform Genossenschaft das Thema Nachhaltigkeit näher ist als anderen Rechtsformen, wenn es ihr nicht gar in die Wiege gelegt wurde.

 

Wenn wir auf die gegenwärtigen Herausforderungen blicken, erkennen wir als BMS, dass wir einen Beitrag bei der Erreichung der Nachhaltigkeitsziele leisten können. Denn mit einer Kundenreichweite von fast 50 Prozent können die Volksbanken Raiffeisenbanken im Firmenkundengeschäft einen enormen Hebel in Bewegung setzen. Aufbauend auf den vorliegenden Erkenntnissen und weiteren Gesprächen mit verschiedenen Akteuren in der Genossenschaftlichen FinanzGruppe arbeiten wir daran, das richtige Schmiermittel für diesen Hebel zur Verfügung zu stellen.

Wenn Sie Interesse an den Studienergebnissen haben, schreiben Sie uns gerne:

Studienergebnisse anfordern

Als Ansprechpartner stehen Ihnen Christian Liebold, Roberto Maurer und Dr. Florian Wüller gerne zur Verfügung.

 

 

BMS CS beteiligt sich mit an FinCompare

Die BMS CS freut sich mit FinCompare das Firmenkundengeschäft der Zukunft weiter voranzutreiben!

Digitale Plattformen immer wichtiger

Als Teil der genossenschaftlichen Finanzgruppe unterstützt die BMS CS die Banken im Bereich Firmenkundengeschäft. Der persönliche Kontakt vor Ort ist und bleibt dabei wichtig.
Für immer mehr Interessent:innen (Bestands- und (Noch)Nichtkund:innen) ist der erste Schritt jedoch digital. Wie schon im Privatkundenbereich etabliert, nutzen auch Firmenkunden zunehmend digitale Plattformen, um Kreditangebote zu vergleichen und in Anspruch zu nehmen.
Häufig geht es dabei nicht einfach um “billig”. Oft geht es um verlässliche und schnelle Zusagen und Abwicklung. So wie wir das auch aus dem privaten Umfeld von erfolgreichen digitalen Playern kennen. Und genau da setzen wir nun an.

Gemeinsamer Erwerb des Berliner FinTechs “FinCompare”

Gemeinsam mit der Berliner Volksbank, der Hannoverschen Volksbank, der Volksbank Mittweida, der Raiffeisenbank im Hochtaunus, der Atruvia AG und der DZ BANK Gruppe hat die BMS CS jetzt eine Beteiligungsgesellschaft gegründet und eine der führenden KMU-Finanzierungsplattformen, die FinCompare – Smarter Business Finance erworben.

„Digitale Plattformen werden auch im Firmenkundengeschäft immer wichtiger“, erklärt Atruvia Vorstandssprecher Ulrich Coenen. „Wir wollen diese Entwicklung nicht allein Dritten außerhalb der Gruppe überlassen, sondern die genossenschaftliche FinanzGruppe in eine aktive Gestaltungsrolle bringen.“

Der neue Marktplatz für KMU-Finanzierungen soll künftig dafür sorgen, den Finanzierungsbedarf kleiner und mittelständiger Unternehmen zu decken, um damit diese strategisch sehr wichtige Kundenschnittstelle zu besetzen und weiterzuentwickeln.

Verstärkung gesucht

Um FinCompare stärker mit der genossenschaftlichen Finanzgruppe zu verbinden, braucht FinCompare dringend Verstärkung. Besonders die Jobs als Leiter:in Verbundgeschäft und Partner Manager:in Verbundgeschäft sind unserer Meinung nach sehr spannend, es gibt aber auch weitere spannende Jobprofile: Schaut doch mal vorbei:

–> FinCompare Careers

 

 

BMS CS Vision & Mission

“Freiheit für unternehmerische Leidenschaft – Wir entwickeln das Corporate Banking der Zukunft”

So lauten die neu entwickelte Vision und Mission der BMS Corporate Solutions GmbH. In diesem Beitrag möchten wir über die Hintergründe zu diesen Statements berichten. Welchen Nutzen haben Visions- und Missionsstatements in einem Unternehmen? Welche Bedeutung steckt hinter den Statements und wie war der Entstehungsprozess? Diese und weitere Fragen möchten wir in diesem Beitrag für Sie beantworten.

Nutzen von Vision und Mission

Anfragen, Aufträge, Bewerber, Produkte – Auf ein Unternehmen wirken viele Einflüsse und ständig müssen die Möglichkeiten evaluiert werden. Ressourcen sind immer knapp und Unternehmen müssen sich zwischen verschiedenen Alternativen entscheiden. Entwickeln wir Produkt A oder Produkt B? Ein wichtiger Kunde fragt ein bestimmtes Produkt an, was vielleicht nur bedingt mit dem originären Unternehmenszweck einhergeht. Sollte man es dennoch entwickeln?  Eine gut formulierte Unternehmensvision kann hier ein guter Wegweiser sein.

Wegweiser ist ein gutes Stichwort. Um die Funktion einer Unternehmensvision zu verstehen hilft der Vergleich mit dem Nordstern. So zeigt die Vision eine grundsätzliche Richtung an, der ein Unternehmen und seine Mitarbeiter entgegenstreben. Dieser “Nordstern” des Unternehmens macht es für jeden einfach seine eigenen Ziele mit denen des Unternehmens abzugleichen.

So kann ein Kunde, dessen Ziel – bildlich gesprochen – am Nordpol liegt sich dem Unternehmen anschließen – schließlich verfolgen beide ein ähnliches Ziel. Ein potenzieller Bewerber, dessen Ziel eher der Äquator ist, merkt dagegen schnell, dass es keinen Sinn macht den Weg gemeinsam zu beschreiten.

Die Vision kann wie ein Foto des zukünftigen Unternehmens verstanden werden und soll die grundsätzliche Richtung angeben – Wo wollen wir hin? Was wollen wir erreichen?

Die Mission dagegen ist etwas kurzfristiger ausgerichtet. Sie beantwortet die Frage “Wozu sind wir da?”, beschreibt Zweck, Aufgabe, Tätigkeit und Wirkung und stellt somit ein dauerhaft erfülltes Wirkungsversprechen des Unternehmens dar.

Eine Unternehmensmission hat einen Zielhorizont von zwei bis fünf Jahren und kann als der Weg zur Erfüllung der Vision verstanden werden.

 

Bedeutung der Vision für die BMS Corporate Solutions GmbH

Unsere Unternehmensvision lautet: “Freiheit für unternehmerische Leidenschaft” und gilt gleichermaßen für die Bank und den Unternehmer als unsere Kunden als auch für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Kundensicht

Bevor wir nun detailliert auf die einzelnen Bestandteile des Statements aus Kundensicht schauen, möchten wir zunächst den Fokus auf das legen, was nicht in dem Statement steht: “Banking”! Das Fehlen dieses zentralen Begriffs verdeutlicht unseren Anspruch den Unternehmer mit seinen Bedürfnissen in den Vordergrund zu stellen.

Der Begriff  “Freiheit” unterstreicht diesen Anspruch und soll die Freiheit des Unternehmers symbolisieren, sich auf sein Unternehmertum fokussieren zu können. In Richtung der Bank verstehen wir “Freiheit” als die Freiheit des Bankers, sich auf die Beratungsinhalte seines Kunden fokussieren zu können. Dafür geben wir ihm die richtigen Werkzeuge an die Hand.

Weiterhin transportiert der Begriff “Freiheit” den Ursprungsgedanken der Genossenschaftsbanken – das Kreditgeschäft im Mittelstand. Das Kreditgeschäft ist Haupttreiber im Firmenkundengeschäft. Durch gute Lösungen möchten wir diesen Kernbereich unserer Kundengruppen und somit letztlich die “unternehmerische Freiheit” unterstützen.

Dass die Vision in deutscher Sprache verfasst ist, ist ebenfalls kein Zufall sondern unterstreicht unsere Zielmärkte im deutschsprachigen Raum.

Mit dem emotionalen Begriff der “unternehmerischen Leidenschaft” möchten wir unsere Kundenzentrierung untermauern. Damit zeigen wir, dass wir den Unternehmer und seinen Antrieb verstehen.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Das Visionsstatement soll neben den Kunden auch gleichermaßen als Wegweiser für unsere Kolleginnen und Kollegen gelten, denen in der BMS CS ein selbst bestimmtes Arbeiten im Sinne von New Work vorfinden sollen. In unserem Unternehmen wollen wir viel Raum für Ideen und deren Umsetzung bieten – Jeder darf und soll das Unternehmen mit gestalten. Unternehmerisches Denken wird dabei gefördert, sodass der Begriff der unternehmerischen Leidenschaft auch hier Anwendung findet.

 

Bedeutung der Mission für die BMS Corporate Solutions GmbH

Als Missionsstatement für das Unternehmen haben wir gewählt: “Wir entwickeln das Corporate Banking der Zukunft”.

Dass “Wir” zu Beginn des Statements soll Zusammengehörigkeitsgefühl und Selbstverständnis gleichermaßen verkörpern.

Auch der Begriff  “entwickeln” ist in seiner Bedeutung doppelt belegt und bezieht sich zum Einen auf unsere Tätigkeit in der Softwareentwicklung, zeigt zum anderen aber auch unseren Anspruch, das FK-Geschäft strategisch weiterzuentwickeln.

Mit “Corporate Banking” haben wir einen Begriff gewählt, der sowohl die Unternehmer- als auch die Bankseite als Kunden verkörpert. In unserem täglichen Tun spielt das Einnehmen beider Sichtweisen stets eine große Rolle.

Dass wir uns in der BMS CS als Taktgeber, Innovator und Strategiegeber für das Firmenkundengeschäft sehen, soll mit dem Zukunftsbegriff nochmals verdeutlicht und untermauert werden.

 

Entstehungsprozess

Wir sind nicht nur auf die Statements selbst sehr stolz, sondern auch auf den gemeinsamen Entstehungsprozess.

Auch wenn eine externe Begleitung den Entstehungsprozess sicherlich erleichtert hätte, haben wir uns bewusst dagegen entschieden – und der Aufwand hat sich aus unserer Sicht gelohnt.

Wir haben nun sehr starke Statements, hinter denen sich alle Mitarbeitenden versammeln können und die für sämtliche Stakeholder als “Nordstern” in der Zusammenarbeit dienen.

Zunächst wurde ein Vorschlag für die Statements in einem gemeinsamen Workshop unserer Geschäftsführung zusammen mit den Leitern der einzelnen Fachbereiche entwickelt. An dieser Stelle noch einmal einen herzlichen Dank an Sandro Neils, dem Vorstand unseres Schwesterunternehmens Eudemonia Solutions GmbH für die großartige Moderation.

Anschließend wurden die Statements auf spielerische Art und Weise allen Mitarbeitenden vorgestellt und diskutiert. Hierbei entstanden wertvolle Interpretationen der Statements sowie die Idee, dass Visionsstatement als Anagramm zu verstehen, welches in umgedrehter Reihenfolge ebenfalls sehr passend ist: “Freiheit für unternehmerische Leidenschaft – Leidenschaft für unternehmerische Freiheit”

Wir hoffen auch Sie, liebe Leserinnen und Leser hinter diesen Statements versammeln zu können und Ihnen einen guten Nordstern für unsere gemeinsame Reise zu bieten.

 

Ihr Team der BMS Corporate Solutions GmbH

VRPA.shop – Die Geno Bot-Marktplattform

Genossenschaftliche Marktplattform für Robotic-Lösungen gestartet

Sinkende Erträge, die anhaltende Niedrigzinspolitik und der stetig steigende Wettbewerb durch die Direktbanken und neue Marktteilnehmer zwingen die Banken den Rotstift bei den Aufwandspositionen anzusetzen. Ein interessanter Hebel sind die Prozesskosten.

Neben der voranschreitenden Automation der Prozesse im Kernbanksystem sowie den Möglichkeiten des Business-Process-Outsourcing, also der Auslagerung an einen zentralen Produktionspartner, steht den Genossenschafts-banken nun eine weitere Leistungssäule im Kampf gegen die Prozesskosten zur Verfügung.

Prozessautomation in Genossenschaftsbanken 

Schon seit einigen Jahren nutzen auch Volks- und Raiffeisenbanken digitale Helfer für die Automatisierung aufwändiger manueller Eingaben. Robotic Process Automation, oder kurz RPA, nennt sich die Technologie, mit der manuelle Eingabe-Prozesse automatisiert werden. Dabei arbeiten digitale User, sogenannte Bots, fast wie von Geisterhand repetitive Prozesse selbständig ab. Laut einer BVR-Studie aus dem Sommer 2020 beschäftigen sich bereits über 1/3 der genossenschaftlichen Primärbanken mit dem Thema RPA. 14% der befragten setzten Robotic Process Automation bereits ein.

Durch den Schulterschluss des IT-Dienstleisters Atruvia AG mit ihrem neugegründeten Tochterunternehmen BMS Corporate Solutions GmbH sowie den zwei Primärinstituten Hannoversche Volksbank eG und Berliner Volksbank eG wird nun eine zentrale Marktplattform (www.vrpa.shop) für den Austausch und Handel von Bots.

Leistungsangebot wird ausgebaut

„Die Marktplattform bietet Volks- und Raiffeisenbanken als auch allen Marktkunden des IT-Dienstleisters Atruvia AG ein umfassendes Leistungsangebot. Der reine Handel von Bots ist nur der Anfang. Zusätzlich zum Kauf und Verkauf von RPA-Lösungen bieten wir den Banken eine Begleitung bei der Installation sowie Wartungsverträge zur Aktualisierung der Softwareroboter. Parallel entwickeln wir aktuell das Angebot von RPA as a Service. Hierbei können Banken, die keine eigene RPA-Infrastruktur und -Kompetenz aufbauen wollen, von einem zentralen Betrieb der Bots durch die Atruvia AG profitieren“, erläutert Jürgen Wache, Sprecher des Vorstandes der Hannoverschen Volksbank.

Daniel Keller, Vorstandsmitglied der Berliner Volksbank ergänzt:Zudem bauen wir die Beratungsangebote aus. Wir werden weitere Workshops und Schulungsangebote auf der Marktplattform anbieten, um Banken von den ersten Gehversuchen mit RPA über die Schulung der Mitarbeiter, bis hin zur Unterstützung bei strategischen Fragestellungen begleiten zu können. Natürlich unterstützen wir auch bei der Umsetzung eigener RPA-Ideen.“

40 Bots in den Startlöchern

Auch die einzelnen Leistungssäulen sollen stetig erweitert werden. Neben den aktuell verfügbaren Bots stehen bereits über 40 weitere in den Startlöchern und werden zeitnah über die Marktplattform angeboten. Dabei setzen die Initiatoren auf zusätzliche Unterstützung aus anderen Primärbanken, die sich ebenfalls mit dem Thema Robotic-Process-Automation befassen. Alle Banken sind ausdrücklich dazu eingeladen, die Marktplattform gemeinsam weiter zu befüllen.

Genossenschaftlicher Gedanke beflügelt

Den methodischen Aufbau der Marktplattform beschreibt Dr. Andreas Siemes, Geschäftsführer von BMS Corporate Solutions: „Wir arbeiten bei dem Aufbau der Marktplattform mit agilen Methoden. In der Zusammenarbeit mit der Atruvia AG und den Primärinstituten Hannoversche Volksbank eG und Berliner Volksbank eG war es das gemeinsame Ziel, schnell mit einem ersten mehrwertstiftenden Leistungsangebot an den Start zu gehen. Dazu bieten wir zunächst ausgewählte Bots zum Kauf über die Marktplattform an. Gleichzeitig wird der VRPA.shop schrittweise ausgebaut. Banken haben bereits die Möglichkeit ihre eigenen Bots über die Marktplattform einzuliefern und ihre Entwicklungskosten so zu refinanzieren.“

Die Beteiligten sehen in der Entwicklung der Marktplattform einen Beweis der Zukunftsfähigkeit der genossenschaftlichen Idee. „Was einer alleine nicht schafft, das schaffen viele.“ lautet das berühmte Zitat von Friedrich Wilhelm Raiffeisen, einem der Gründerväter der Genossenschaften. Mit der Marktplattform als Lösung rund um RPA innerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe wird dieser Grundgedanke abermals unterstrichen.

KBM FK, MinD.banker und agree21Firmen-Plus – wie spielt das alles zusammen?

Verständlicherweise begegnet uns immer wieder die Frage, wie die neue Lösung Kundenbeziehungsmanagement Firmenkunde (KBM FK) mit den bestehenden CRM-Anwendungen agree21Firmen-Plus und MinD.banker in Verbindung steht. Es resultieren Fragen danach, welche Anwendungen genutzt werden müssen, ob es technische Abhängigkeiten gibt oder wie das fachliche Zusammenspiel der einzelnen Lösungen aussieht. Diese und weitere Fragen greifen wir hier auf und beantworten sie.

Technische Sicht

Aus technischer Perspektive können die drei Anwendungen KBM FK, agree21Firmen-Plus und MinD.banker unabhängig voneinander eingesetzt werden. Es gibt keine technische Notwendigkeit, eine der vorhandenen CRM-Anwendungen zu nutzen, um KBM FK einsetzen zu können.

Fachliche Sicht

Die fachliche Perspektive dagegen ist etwas differenzierter. Denn hier sind zentrale Fragestellungen bankindividuell zu beantworten und diese Antworten entscheiden darüber, ob KBM FK alleinig oder zusammen mit einer der anderen Anwendungen eingesetzt wird. Diese Fragen sind:

  • Welchen Qualitätsanspruch an unsere Betreuung und Beratung im Firmenkundengeschäft formulieren wir?
  • Welchen Anspruch an die Ausgestaltung unserer gewerblichen Aktivprozesse haben wir?
  • Welches Instrument leistet zur Erfüllung dieser Ansprüche aus unserer Sicht welchen Beitrag?
  • Wie schnell wollen wir unseren Qualitätsanspruch erreichen?

Qualitätsanspruch in der Begleitung Ihrer Firmenkunden

Wir, die BMS Group, arbeiten seit über 15 Jahren mit verschiedenen Volksbanken Raiffeisenbanken intensiv zum Firmenkundengeschäft zusammen. Gleichzeitig stehen wir mit sehr vielen Banken in Kontakt und können uns so ein gutes Bild von den in der Breite vorhandenen individuellen Marktbearbeitungskonzepten im Firmenkundengeschäft machen.

In jeder fundierten Marktbearbeitungsstrategie findet sich eine Aussage darüber, welche Betreuungs- und Beratungskonzeption im Firmenkundengeschäft umgesetzt wird. Diese zusammen bilden den zu erreichenden Qualitätsanspruch, den die Bank in Richtung des Kunden formuliert.

Erfreulicherweise beobachten wir ein zunehmendes Anheben des Qualitätsanspruchs in der FK-Beratung in den letzten Jahren. Ursachen dieser Entwicklung dürften vielfältig sein. Ein zentraler Treiber ist sicherlich, dass das FK-Geschäft aktuell wesentlich und in einigen Fällen vielleicht sogar ausschließlich zu einem positiven Kundengeschäftsergebnis beiträgt.

Nachdem der Qualitätsanspruch formuliert wurde, stellt sich die Frage, mit welchen IT-Anwendungen er wirksam umgesetzt und unterstützt werden kann. Zur Verfügung stehen Ihnen mindestens die drei bereits genannten IT-Anwendungen agree21Firmen-Plus, MinD.banker und KBM FK.

Umsetzung Ihres Qualitätsanspruchs

Gegenwärtig arbeitet die BMS Corporate Solutions mit Hochdruck an der funktionellen Erweiterung von KBM FK auf der Vertriebsplattform. Mit jeder Funktion, die hinzukommt, gewinnt KBM FK an Relevanz, um Ihren Qualitätsanspruch umzusetzen. Um ihm Bild zu bleiben: Die BMS CS arbeitet dem bankseitigen Qualitätsanspruch entgegen und kommt selbigem mit jeder Funktionsbereitstellung (Publication) ein Stück näher (siehe Abbildung).

Sukzessive werden in KBM FK nun also Funktionen vorhanden sein, welche für die Kundenbetreuung und ­‑beratung wichtig sind. Ziel ist es hierbei nicht zwingend alle Funktionen von MinD.banker und FirmenPlus in KBM FK abzubilden, sondern wir bewerten gemeinsam mit den Anwendern, welche Funktionen zukünftig im Rahmen der Kundenbetreuung und -beratung sinnvoll und notwendig sind.

Funktionen, die aktuell in agree21Firmen-Plus oder MinD.banker existieren, werden ggf. in ähnlicher oder aber auch in ganz anderer Form in KBM FK abgebildet. Ein wichtiges Beispiel für „eine ganz andere Form“ der Umsetzung des gleichen Ziels ist, dass der papierne oder digitalisierte Gesprächsleitfaden (z.B. UnternehmerDialog (agree21Firmen-Plus, MinD.banker)) zu einem echt digitalen Beratungs-/Betreuungsinstrument (KBM FK) wird.

Parallel dazu investiert die BMS CS darin, KBM FK mit den beiden CRM-Systemen zu verbinden, so dass ein fließender Übergang auf das neue System ermöglicht wird.

Denn es ist festzustellen, dass agree21Firmen-Plus und MinD.banker Funktionen aufweisen, die absehbar (noch) nicht im KBM FK enthalten sein werden. Dazu gehört etwa die Möglichkeit individuelle Fragen und deren Antworten im System zu dokumentieren und in anderen Prozessen (z.B. in Stellungnahmen) verfügbar zu machen (Qualitative Daten (MinD.banker) / Kundenbeziehungsdaten (agree21Firmen-Plus)). Ebenso gehören dazu die Funktionalitäten, die in den Kreditprozessen unterstützen, so wie z.B. die zukunftsorientierte KDF-Berechnung, Vermögens-Schulden-Übersichten oder die Sicherheitenübersicht. Dies werden Sie nicht in KBM FK wiederfinden, z.T. werden selbige aber an anderer Stelle auf der Vertriebsplattform abgebildet.

Vor diesem so skizzierten Hintergrund empfehlen wir Ihnen aus fachlicher Sicht fundiert zu prüfen, welche vorhandenen IT-Anwendungen die Umsetzung Ihres Qualitätsanspruchs im Firmenkundengeschäft bestmöglich unterstützen. Eine Kernaussage, die sich aus vielen Workshops und Gesprächen herauskristallisiert hat, ist: nutzen Sie KBM FK und agree21Firmes-Plus oder MinD.banker!

Denn aus dieser gemeinsamen Nutzung lassen sich vielfältige Vorteile für die Umsetzung des individuell definierten Qualitätsanspruchs für jede Volksbank Raiffeisenbank erreichen:

Qualitätsanspruch unmittelbar umsetzen

Der Wettbewerb intensiviert sich zusehends. Wettbewerbsdifferenzierende Kundenerlebnisse lassen sich realisieren. Beratungselemente, die heute noch nicht durch KBM FK unterstützt werden können, können durch agree21Firmen-Plus oder MinD.banker bankindividuell dargestellt werden.

Mitarbeiter auf die Reise mitnehmen

Die Philosophie der genossenschaftlichen Beratung, die dem Kundenbeziehungsmanagement FK zugrunde liegt, wird über die gemeinsame Nutzung dargestellt, ist in ihrer konsequenten Umsetzung in der Breite noch nicht angekommen. Mit der gemeinsamen Nutzung der Anwendungen können sich die Berater und Beraterinnen schon heute auf die Reise machen. Denn die konkreten Beratungsprozesse lassen sich bereits heute sehr gut über die gemeinsame und verbundene Nutzung von KBM FK und einem der CRM-Systeme darstellen. Bereits heute verfügt das KBM FK über die notwendigen Funktionen und Verbindungstechnologien, um effektiv und effizient die gemeinsame Nutzung der Anwendungen zu unterstützen.

Kundenerlebnisse mit der Beratung mit digitalen Medien aktiv gestalten

Die Digitalisierung der Beratung nimmt auch im B2B-Geschäft immer weiter zu. Sorgt sie doch dafür, dass der Berater oder die Beraterin bestmöglich im Prozess unterstützt wird, gleichzeitig neue Kundenerlebnisse geschaffen werden und Prozesseffizienzen realisiert werden. Ein erster wichtiger Schritt ist die Ausstattung mit mobilen, touch- und stiftfähigen Geräten. Der zweite Schritt sieht vor, dass die Gesprächsleitfäden digitalisiert werden und die Funktionen von KBM FK als digitale Beratung eingebunden werden. Dies ist auch sinnvoll, wenn nicht gar notwendig, da KBM FK die Zusammenarbeit von Bank und Firmenkunde neu definieren wird. Statt separierter Abläufe werden diese beziehungsbezogenen Prozesse stärker kooperativ und kollaborativ ausgeführt. Die damit verbundene Einbindung des Kunden stärkt die Akzeptanz für das omnikanale Zielbild und zahlt auf die Durchdringung der Online-Filiale im Firmenkundengeschäft ein.

Wir freuen uns, wenn wir Sie zum Nachdenken anregen konnten. Gerne stehen wir Ihnen auch für einen tiefergehenden und individuellen Austausch zur Verfügung. Sprechen Sie uns gerne an.

FK-Strategie – Film der COMregional 2020

Unser Geschäftsführer Peter Limmer und Klaus Segbers, der für die Entwicklung der Firmenkundenstrategie verantwortlich ist, waren letztes Jahr zu Gast bei der COMregional.
Dabei haben die beiden Matthias Morlock von der Fiducia GAD Frage und Antwort gestanden.

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Dr. Klaus Segbers

Meet the Team

Klaus Segbers ist Teil des Gründungsteams der BMS CS und Partner bei der BMS Consulting. Die meisten kennen Ihn als Leiter des Vertriebs, wer aber wissen möchte, was er in seiner Freizeit macht und welche Chancen, aber auch Herausforderungen er für die BMS Corporate Solutions sieht, sollte jetzt weiterlesen!

Hallo Klaus! Vielen Dank, dass du dir heute die Zeit nimmst uns ein paar Fragen zu beantworten.

Hi! Sehr gerne, ich freue mich über die Gelegenheit. Ich finde es wichtig Transparenz über unsere Arbeit und über die handelnden Personen zu schaffen. Daher habe ich mich sehr über die Einladung gefreut.

Stell dich doch vielleicht zunächst kurz vor. Was sollten die Leute über dich wissen?

Gerne. Ich bin 46 Jahre alt, bin verheiratet und habe drei wunderschöne Hunde. Geboren und aufgewachsen bin ich im Münsterland, nahe der holländischen Grenze. Hier habe ich auch meine Ausbildung bei der Volksbank Vreden gemacht. Ich bin also überzeugter Münsterländer und das Thema Regionalität hat mich schon immer sehr geprägt. Ich glaube an die Vielfalt der Regionen und bin der Meinung, dass es wertvoll ist diese auch zu fördern und zu bewahren. Daher bin ich auch fest überzeugt von der Idee des genossenschaftlichen Modells. Auch wenn wir – und das muss man dazu sagen – es im modernen Zeitalter natürlich neu interpretieren müssen.

Ja, sehr spannend. Du hast gesagt, du bist überzeugter Münsterländer. Was magst du besonders am Münsterland?

Ich mag die Landschaft und die Menschen. Ich genieße den vertrauensvollen und entspannten Umgang untereinander. Außerdem gefällt mir das persönliche Miteinander, im Gegensatz zum – vermeintlich – Anonymen einer Großstadt.

Wie entspannst du dich, wenn du nach einem langen Arbeitstag nach Hause kommst?

Ich freue mich dann Zeit mit meiner Frau verbringen zu können, zum Beispiel bei einem gemeinsamen Spaziergang mit den Hunden. Darüber hinaus koche ich unheimlich gerne. Allein schon Gemüse zu schneiden oder Fleisch anzubraten hat für mich echt etwas entspannendes und hilft mir nach der Arbeit runter zu kommen. Im Vergleich zu dem Abstrakten, was unsere Arbeit ja sonst häufig so mit sich bringt ist das mal eine ganz andere und eher haptische Tätigkeit.

Was landet denn bei dir im Topf, wenn du kochst?

(lacht) Wir sind überzeugte Fleisch-Esser. Auch wenn das vielleicht politisch nicht ganz korrekt ist, weiß ich ein gutes Stück Rindfleisch in seinen verschiedenen Variationen doch sehr zu schätzen.

Du hast eure Hunde angesprochen. Wie kommt es, dass ihr gleich drei Stück habt?

Das hat sich mit der Zeit so ergeben. Ich habe meiner Frau zu Weihnachten irgendwann den ersten Hund geschenkt. Auf der Suche nach der passenden Rasse sind wir dann bei Havanesern gelandet. Das war ein so durchschlagender Erfolg, dass meine Frau irgendwann damit begonnen hat die Rasse zu züchten. Dementsprechend haben wir dann noch zwei Hündinnen dazu bekommen und so kommt man dann zu einem Haushalt mit drei Hunden. Die Hündinnen sind mittlerweile aber im wohlverdienten Ruhestand. So gesehen haben wir im Moment eher ein Rentner-Team zuhause (lacht).

Spannend! Gibt es sonst noch überraschende Hobbies, die man mit dir verbinden kann?

Oh ja, ich bin großer Fußball-Fan. Ich habe selbst viele Jahre gespielt und bin leidenschaftlicher HSV-Fan, was allerdings im Laufe der vergangenen Jahre eher in eine Art Hass-Liebe abgedriftet ist. Die Leidenschaft für den HSV lehrt jedenfalls eine gewisse Leidensfähigkeit.

Das glaube ich! Sprechen wir über den Beruf. Die BMS-CS ist jetzt 50 Tage alt. Wie ist dein Eindruck?

Mein Eindruck ist zunächst mal absolut positiv! Wir haben auf beiden Seiten ein wirklich gutes Gründungsteam gefunden. Wir kommen ja zu gleichen Teilen aus BMS und aus der Atruvia und ich glaube, wir haben wirklich die richtigen Leute an Bord. Ich spüre einen gemeinsamen Spirit und merke, dass wir an die gleichen und – aus meiner Sicht – richtigen Ideen für das Firmenkundengeschäft glauben. Wenn ich in den Banken und Verbänden unterwegs bin, spüre ich, dass uns ein echter Vertrauensvorschuss entgegengebracht wird.

Ich bin überzeugt, dass wir sehr viel PS im Unternehmen haben. Was uns aber gelingen muss, ist diese PS auch auf die Straße – beziehungsweise aufs Wasser – zu bringen. Wir wollen ja ein „Schnellboot“ sein und ich weiß, das können wir auch. Noch sind wir es aber nicht immer. Deshalb müssen wir als Gründungsteam gemeinsam daran arbeiten, dass wir die Dinge, die wir uns vornehmen auch gemeinsam in die Umsetzung bringen.

Beschreibe doch mal die Situation als du zum ersten Mal von der BMS CS gehört hast.

Da ich Partner bei der BMS Consulting bin, habe ich bereits sehr früh von den ersten Sondierungsgesprächen erfahren, die damals auf Geschäftsführungs- und Vorstandsebene stattgefunden haben. Ich war dann auch sehr früh in die gemeinsame Erarbeitung des Zielbildes involviert. Das war so Ende 2019.

Was waren deine Gefühle damals?

Meine ersten Gedanken dazu waren tatsächlich ambivalent. Zum einen natürlich sehr positiv, da ich glaube, dass die Idee des Zusammenschlusses auch ein Sinnbild einer veränderten Kultur und Strategie in der Atruvia war, die ich sehr begrüße. Ich glaube das geht absolut in die richtige Richtung. Auch für uns als BMS Gruppe stecken in diesem Zusammenschluss natürlich sehr viele Chancen.

Ambivalent aber deshalb, weil wir wissen, dass es auch eine sehr große Aufgabe mit einer hohen Verantwortung ist und dass sich beide Seiten natürlich auch ein Stück weit einander annähern müssen. Wir haben in der Vergangenheit ja auch schon zusammengearbeitet. Das hatte gute Seiten, aber auch solche, die noch nicht optimal waren. Von daher muss man bei einem solchen Zusammenschluss auch immer schauen ob und wie es am besten funktioniert und darf ein so maßgebliches Thema nicht naiv angehen. Für mich war allerdings von Anfang an klar, dass ich in diesen Prozess involviert- und ein Teil davon sein möchte. Nach den ersten Monaten der Zusammenarbeit kann ich aber sagen, dass ich sehr optimistisch in die Zukunft blicke.

Wie interpretierst du deine neue Rolle? Was sind deine Aufgaben in der BMS CS?

Letzen Endes bauen wir ja gerade ein Unternehmen auf und interpretieren uns dabei selbst auch ein Stück weit als Start-Up, allerdings mit bereits bestehenden Kundenstrukturen und einem existierenden Markt. Daher sehe ich meine Rolle darin den Unternehmensaufbau mit voran zu treiben, ein stückweit Koordinator zu sein und die Stränge zusammen zu bringen. Ich möchte aber auch mit den Kollegen zusammen Enabler sein und für die bestehenden und noch kommenden Kollegen die Rahmenbedingungen schaffen, damit wir gemeinsam erfolgreich sein können.

Darüber hinaus komme ich ja aus dem Vertrieb und Consulting und weil wir unsere Lösungen „end-to-end“ anbieten wollen, gehört auch das Erklären unserer Produkte und das Schaffen der nötigen Rahmenbedingungen bei unseren Kunden für mich dazu. Ich sehe mich ergänzend sehr stark in der Verantwortung speziell diesen Bereich aufzubauen.

Welcher Bereich interessiert dich neben dem Vertrieb besonders?

Ich freue mich in der neuen Rolle auch verstärkt darüber nachzudenken wie das Firmenkundengeschäft der Zukunft aussieht. „Was sind die Anforderungen der Firmenkunden und der Banken?“ und „Was heißt das letztendlich für unser Lösungs- und Leistungsportfolio?“. Egal ob das Software-Lösungen z.B. im Bereich Finanzierung oder Zahlungsverkehr sind, oder im Hinblick auf die Frage „Wie bringen wir unsere Leistungen in Wirkung?“. Diesen strategischen Blick maßgeblich prägen und treiben zu können ist für mich sehr spannend.

Das klingt sehr vielversprechend und ambitioniert. Bislang wart ihr mit eurem Produkt MinD.banker seitens BMS ja eher in der Challenger-Rolle. Jetzt habt ihr die Chance Dinge anders und besser zu machen. Was genau möchtest du denn anders machen?

Aus der BMS-Perspektive würde ich sagen, dass wir uns noch stärker damit beschäftigen müssen, Dinge auch end-to-end zu denken. Bislang hörte unsere Verantwortung, zumindest in der Softwareentwicklung, immer an der Schnittstelle zum Kernbanksystem auf. Das ist jetzt natürlich anders und es gibt insofern auch keine Ausrede mehr. Jetzt können wir die Dinge vollständig aus Kundenperspektive denken und so den bestmöglichen Nutzen generieren. Wir können erst dann zufrieden sein, wenn wir Dinge in Wirkung bringen und unsere Lösungen auch tatsächlich genutzt werden.

Als Asset der BMS bringen wir dazu einen absoluten Fokus auf das Firmenkundengeschäft mit. Die Besonderheiten dessen zu verstehen und zu berücksichtigen ist natürlich unser Anspruch. Dabei wollen und müssen wir ein Schnellboot sein. In einer so dynamischen Zeit müssen wir die Dinge besonders schnell denken und vor allem auch umsetzen. Dabei wollen wir extrem kundenorientiert vorgehen. Alles was dem Kundennutzen nicht dienlich ist, ist im Grunde genommen Verschwendung. Die konsequente Umsetzung dieses Mindsets ist es, was wir beisteuern können und wollen.

Wie kann das aus deiner Sicht gelingen?

Wir wollen es gemeinsam schaffen, ein Unternehmertum in das Unternehmen zu bringen, indem wirden Spirit und das Mindset weitertragen und dezentrale Verantwortung ermöglichen. Die Entscheidungen müssen da getroffen werden, wo sie am besten auch getroffen werden können. Dazu braucht es einen organisatorischen Rahmen und eine Kultur, die einem das ermöglicht. Dabei sehe ich auch mich persönlich in der Verantwortung. Ich hatte ja bereits gesagt, dass „die Dinge in Wirkung bringen“ eines unserer zentralen Themen ist und deshalb finde ich es wichtig eine Kultur der (Neu-)Gier zu schaffen. In der FinTech-Welt würde man dazu vielleicht sagen: „Lust auf heißen Scheiß“. Genau diese Lust müssen wir aus meiner Sicht in unsere DNA übernehmen, damit unsere Lösungen nicht genutzt werden, weil es keine Alternative gibt, sondern weil jeder auch Lust hat, unsere Lösungen einzusetzen.

Sehr cool! Vielen Dank für das Interview und dir persönlich sowie dem Team viel Erfolg bei der Umsetzung!

Vielen Dank für die spannenden Fragen! Bis bald!

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